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Saturday, 17 July 2010

Integration fuer Inlaender

Die Politik hat ausländischen Akademikern die Zuwanderung erleichtert. Doch die ablehnende Haltung gegenüber Migranten bleibt - zum Nachteil Deutschlands.
Seitdem Otto Schily vor zehn Jahren die Süssmuth-Kommission einsetzte, hat sich die Stimmung in Deutschland mit Blick auf die Zuwanderung Hochqualifizierter spürbar gewandelt: Auch unter konservativ geneigten Geistern ist kaum mehr umstritten, dass der (dauerhafte) Zuzug qualifizierter Akademiker aus dem Ausland für die Zukunft unseres Landes wichtig ist. Die Zeiten, in denen Politiker mit Slogans wie "Kinder statt Inder" erfolgreich Stimmung in Wahlkämpfen machen konnten, sind, so möchte man meinen, heute überwunden.
Und doch hinken manche Debatten den Realitäten im Land um Jahre hinterher: So führte der Sozialwissenschaftler Gunnar Heinsohn den Lesern der "FAZ" kürzlich bewundernd vor Augen, dass Kanada die Einführung einer Green Card für jeden Ausländer plane, der dort sein Studium abschließt, und erklärte, Deutschland müsse "das Angebot erhöhen", wenn es im weltweiten Kampf um Talente mithalten wolle.
[...]
In Deutschland dagegen hat man Akademikern, die in den letzten 20 Jahren vornehmlich aus Osteuropa zu uns kamen, zu oft und zu lange den Zugang zu adäquaten Stellen verweigert, ihre Ausbildungen nicht anerkannt und zu wenig Brücken über Nachqualifizierungsangebote gebaut. Letzteres zu ändern, hat sich erst kürzlich die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer auf die Fahnen geschrieben.
Auch an den Hochschulen selbst gibt es Probleme mit der Integration: 39 Prozent der ausländischen Studierenden klagen über mangelnden Kontakt zu deutschen Kommilitonen, 34 Prozent finden schwer Bekannte in der Bevölkerung außerhalb der Hochschulen. Tendenz steigend. Viele Hochschulen entwickeln jetzt - auch mit finanzieller Unterstützung des DAAD - Modellprojekte für bessere Integration in den Lehrbetrieb und ins akademische Leben.
Polemik ist Teil des Problems: "Erwünschte", da hoch qualifizierte Zuwanderer gegen niedrig qualifizierte Migranten auszuspielen ist dagegen nicht nur sinnlos, sondern auch kontraproduktiv: Beiden - den Neuankömmlingen wie den seit Jahrzehnten bei uns lebenden Mitbürgern - muss ein besseres Integrationsangebot gemacht werden. In Deutschland lebende Migranten sind selbst ein großes und bislang kaum ausgeschöpftes Talentreservoir.
Die polemische Abqualifizierung von hier lebenden Ausländern als intellektuell minderbemittelt und mit Neigung zur "prekären Mutterschaft" leistet Verhärtung, Abschottung oder sogar ausländerfeindlichen Ausfällen Vorschub und entmutigt potenzielle Einwanderer. Solche Polemik wird daher das Problem zögerlichen Zuzugs nach Deutschland nicht nur nicht lösen, sie ist ein Teil des Problems.
Den vollstaendigen Artikel unbedingt im Financial Times lesen.

Thursday, 8 July 2010

Auch problematisch, wenn sie englisch gesprochen haette?

[...]Die schmale, kleine Frau sitzt in einem Kreuzberger Café. Sie trägt rote Pumps, Kreolen im Ohr und rot lackierte Fingernägel. Man kann sich vorstellen, dass ihre Schüler sie eher als große Schwester sehen. Ihr Name soll geheim bleiben, sie hat Angst, dass sie sonst keine feste Stelle bekommt. Ihr Vertrag als Vertretungslehrerin ist ausgelaufen. Sie sucht einen Job. 
Dilek Özals Erfahrungen zeigen, dass Integration auch im Lehrerzimmer nicht automatisch funktioniert. Es ist nicht nur schwierig, Migrantenkinder für den Lehrerberuf zu gewinnen. Man stößt auch schnell auf Grenzen, kulturelle, persönliche, womöglich ein Mix aus beidem.
Sie hat sich überlegt, was sie im Interview sagen will, hat zwei eng beschriebene Seiten vor sich. Manche Ereignisse liegen über ein Jahr zurück. Wie die Sache mit dem Sprachverbot. Sie würde „gegen deutsche Gesetze“ verstoßen, wurde Dilek Özal eines Tages vorgeworfen. Der Gesetzesbruch soll darin bestanden haben, dass sie in der Cafeteria türkisch mit einem türkischen Schüler gesprochen hat. 
Özal hat die Rüge gekränkt. Sie fühlt sich diskriminiert. Es gibt außerdem gar kein Gesetz, dass Türkisch in der Cafeteria, auf dem Schulhof oder sonst wo verbietet. Es gibt eine Schulordnung, die eine Deutschpflicht auch in der Pause vorschreibt. Viele Schulen haben inzwischen solch eine Regel.
Dilek Özal argumentiert, man käme an Kinder besser ran, wenn man sie in ihrer Muttersprache anrede. Ein generelles Sprachverbot sei falsch und typisch für eine weiße Sicht. Sie spricht von „weißer Sicht“ und „Migrantensicht“, und als sie das merkt, muss sie darüber lachen, dass sie schon selbst in den Mustern denkt, die sie anderen vorwirft. Sie klingt entmutigt: „Als Einzelkämpferin kann man nichts bewirken.“
Sie hat sich Rat gesucht bei der Antidiskriminierungsstelle des Türkischen Bundes. Dort konnte man ihr nicht direkt helfen. „Es handelt sich bei Frau Özal nicht um eine direkte Diskriminierung“, sagt Eva Maria Andrades. Sie hat einen Brief an Özals Schule geschrieben und fragt sich, ob es auch ein Problem wäre, wenn Frau Özal Englisch mit dem Schüler gesprochen hätte.[...]
Den vollstaendigen Artikel koennt ihr in der Berliner Zeitung lesen.

Wednesday, 7 July 2010

Von Chancengleichheit keine Spur

Es war ja nicht das erste Mal, dass Maria Böhmer die Fehler und Versäumnisse der deutschen Integrationspolitik schonungslos und zugleich freundlich lächelnd aufzeigte. Gestern bei der Vorlage des nunmehr achten Berichts der Bundesregierung über die Lage der Ausländer in Deutschland, wirkte die CDU-Staatsministerin im Kanzleramt besonders deutlich.
Oder verzweifelt. Je nach Lesart. Von einer „Schicksalsfrage für unser Land“ sprach die Professorin. Und davon, dass sich bis zum Jahr 2020 entscheiden werde, „ob wir langfristig den sozialen Zusammenhalt sichern können“. Böhmers Prognose basiert auf einem 600 Seiten starken Daten- und Zahlen-Werk, das aus Sicht von Migrationsforschern wie Klaus J. Bade am Ende nur einen Schluss zulässt: Im Umgang mit ausländischen Kindern und Jugendlichen gibt es in diesem Land immer noch wenig Licht, aber dafür viel Schatten.
Zur Untermauerung ein paar Zahlen: 13,3 Prozent der 15- bis 19-jährigen Migranten haben keinen Schulabschluss - bei den Jugendlichen mit deutschen Wurzeln sind es sieben Prozent. Die Hälfte der Jugendlichen mit Migrationsgeschichte benötigt 17 Monate, bis sie einen Ausbildungsplatz findet – bei den Deutschen sind es drei Monate. Die Arbeitslosenquote bei Migranten liegt mit 12,4 Prozent (2008) doppelt so hoch wie die von Einheimischen. Dies vor folgendem Hintergrund: In Städten wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart oder Köln tickt eine Zeitbombe. Dort hat mehr als jeder zweite Jugendliche unter 15 Jahren ausländische Wurzeln. In Frankfurt am Main kommen sogar über 70 Prozent der Kinder unter drei Jahren aus Familien mit Migrationshintergrund. Was, wenn sich hier Fremdenangst, miserable Aufstiegschancen und mangelnder Integrationswille einmal verbinden?
bitte weiterlesein in Der Westen

Tuesday, 6 July 2010

Deutsche National-Elf bietet nicht genug Arbeitsplaetze

Kinderlose Akademiker, auswandernde Eliten, bildungsferne Zuwanderer. Seit dem «Pisa-Schock» im Jahr 2000 sucht Deutschland nach den Ursachen fürs sinkende Bildungsniveau. Schubweise verbreitet wird eine Botschaft, die in populistischer Verkürzung besagt: Deutschland hat zu wenig Nachwuchs, es verliert den guten, und jene Kräfte, die kommen, sind allzu oft die falschen. Als Ergaenzung zu meinem frueheren Artikel Die Deutschen muessten eigentlich angeben mit uns, kann ich euch den Artikel Deutsche immer Duemmer? im NZZ empfehlen:
[...]Allein, es zeigte sich, dass – von Ausnahmen abgesehen – gerade nicht die wissenschaftliche oder technische Elite nach Deutschland einwandert. Vielmehr besteht die Mehrzahl aus Migranten, die überhaupt erst ausgebildet werden müssen und die so das Bildungsproblem ihrer Heimat nach Deutschland importieren. Vor wenigen Tagen nun wurden die Ergebnisse eines Tests publik, der Neuntklässler nach Massgabe der neuen, bundesweit einheitlichen Bildungsstandards geprüft hatte – und der die unterdurchschnittlichen Leistungen von Migrantenkindern bestätigte. Prompt rief der Sprecher der Berliner CDU nach Intelligenztests für Einwanderer, und die «FAZ» druckte einen Beitrag des Bremer Soziologen Gunnar Heinsohn, der zum wiederholten Male die deutsche Politik attackierte und eine Auslese der Immigranten gemäss ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten verlangte.
Kinderlose Akademiker, auswandernde Eliten, bildungsferne Zuwanderer – die deutsche Diskussion verbreitet in Schüben eine Botschaft, die in populistischer Verkürzung besagt: Deutschland hat zu wenig Nachwuchs, es verliert den guten, und jene Kräfte, die kommen, sind allzu oft die falschen. «Unsere Bildungspopulation wird von Generation zu Generation dümmer», behauptete Berlins ehemaliger Finanzsenator Thilo Sarrazin vergangenen Herbst in einem Skandal machenden Interview (NZZ 13. 10. 09); und er liess keinen Zweifel, dass er vor allem die Mentalität türkischer und arabischer Zuwanderer für sinkende Leistungswerte verantwortlich machte. Solche Auslassungen bewegen sich auf vermintem Gelände. Niemand möchte für minder intelligent gelten oder als «Niedrigleister» (Heinsohn) etikettiert werden, weder als Individuum noch als Angehöriger einer Nation oder Kultur. Wenn aber die Statistik belegt, dass sich tatsächlich bestimmte Ethnien im Durchschnitt leichter integrieren und ihre Kinder bessere Schulnoten aufweisen als andere – wie spricht man darüber, ohne zu kränken? Der rabiate Sarrazin und sein akademisches Pendant Heinsohn haben bisher nur demonstriert, wie es nicht geht.[...]
[...]Jenseits dessen aber ist das Reich der geistigen Gaben gross. Es kennt viele Formen der Intelligenz, hermeneutische zum Beispiel, auch emotionale, praktische und organisatorische Intelligenz. Nicht zu vergessen die fussballerische, die sich zurzeit trefflich studieren lässt. Als Mesut Özil, Jungstar türkischer Abstammung im deutschen Fussballteam, die Nationalelf ins WM-Achtelfinale schoss, pries ihn die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung als Vorbild für Migranten. Realistischerweise wäre freilich anzumerken, dass Spielwitz und Ballgefühl nur eine eingeschränkte Garantie für schulisches oder berufliches Fortkommen bieten. Um Migrationsprobleme zu lösen, offeriert die deutsche Nationalmannschaft nicht hinreichend viele Arbeitsplätze.

Monday, 5 July 2010

Die Deutschen muessten eigentlich angeben mit uns

Der folgende, sehr lesenswerte Artikel von Daniel Steinvorth handelt von tuerkischen Migranten, die aus diversen Gruenden wieder in das Land ihrer Vaeter ausgewandert sind. 

Viele koennen die Sprache nicht, die Kultur kennen sie, wenn ueberhaupt, nur aus dem Urlaub und sie fuehlen sich in der Tuerkei teilweise genauso unwillkommen wie in Deutschland. Jedoch plant jeder dritte deutsch-tuerkische Student seine Karriere mittlerweile in der Tuerkei und nicht in Deutschland. Es spricht schon Baende ueber die deutsche Integrationspolitik, dass Menschen die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, hier studiert haben und das Land ihrer Eltern nur sehr vage kennen, trotzdem das Risiko auf sich nehmen, wieder dorthin auszuwandern. 

Neben wirtschaftlichen Anreizen sind es Gruende wie z.B., dass man die Schuld fuer die misslungenge Integration nur bei ihnen sucht und sie sich in Deutschland eher geduldet fuehlen, als dazugehoerig.  Sie selber sind gut integriert, aber werden trotzdem bei der Job- und Wohnungssuche diskriminiert. Man erwartet von ihnen, dass sie sich staendig als 'gute Tuerken' beweisen muessen. Oft muessen sie sich fuer etwas rechtfertigen, was Andere gemacht haben, und man verlangt von ihnen, dass sie sich davon distanzieren (Taleban in Afghanistan, U-Bahnschlaeger in Muenchen etc. etc.). Man hat diese leidigen Integrationsdebatten satt und moechte endlich das Gefuehl haben, dass man ein Teil der Gesellschaft ist, und kein Fremdkoerper. Sie fuehlen sich in Deutschland heimatlos.

Inzwischen wandern mehr Menschen aus Deutschland aus, als einwandern. Auch mehr und mehr Ur-Deutsche entscheiden sich, ihre Zukunft in einem anderen Land aufzubauen. Deutschland ist der Verlierer, denn ohne Einwanderung werden in Zukunft grosse Probleme entstehen. Ohne qualifizierte Arbeitnehmer steht Deutschland im internationalen Wettbewerb schlechter da. Dadurch dass die Bevoelkerungsentwicklung zurueckgeht, werden die Sozialkassen immer leerer und leerer, denn es gibt immer weniger juengere, arbeitende Menschen, die in die Sozialkassen einzahlen. Leider wird das Thema Einwanderung immer noch sehr polemisch und unvernuenftig von der deutschen Politik angegangen. Siehe dazu auch meinen Artikel Intelligenztest fuer Einwanderer.

Bitte lest den vollstaendigen Artikel im Spiegel. Hier sind einige Auszuege :

Sunday, 4 July 2010

Multikulti-Elf: Schoener Schein?

Die beiden sog. Integrationsexperten Wolfgang Bosbach (CDU) und Frau 'Doktor' Necla Kelek waren zu Gast bei Peter Hahne, um ueber die deutsche Multikulti-Nationalelf, gelungene und misslungene Integration zu reden.

Wer Frau Doktor und Herrn Bosbach kennt, kennt auch deren Argumente, die dann ungefaehr so lauten: Es gibt schon einige gelungene Beispiele fuer die Integration (siehe die deutsche Multikulti-Elf), und dann gibts die boesen muslimischen Traditionalisten, die gerne das deutsche Recht und die Sozialsysteme in Anspruch nehmen, aber gerne in ihrer Welt weiterleben moechen und den Brastwurstbiss verweigern. :)

Wer sich die Sendung antun moechte, hier ist der link.

Saturday, 3 July 2010

Wir gehoeren zusammen? Biz birlikteyiz?

Unter dem Motto "Biz birlikteyiz" startet die Bundesrepublik eine Imagekampagne in der Tuerkei. In Fernsehspots und auf Plakaten sollen deutsch-tuerkische Gemeinsamkeiten beschworen werden. Der Tagesspiegel berichtet:
[...] Der deutsche Botschafter in der Türkei spricht über Mesut Özil, den türkischstämmigen Star der deutschen Fußballnationalmannschaft, der die Verbundenheit zwischen beiden Staaten symbolisiere. Mit Blick auf das deutsche WM-Viertelfinale gegen Argentinien sagt Botschafter Cuntz auf Türkisch, Deutschland werde nach dem Spiel hoffentlich sehr „mesut“ sein: Özils Vorname bedeutet „glücklich“.
Deutsche und Türken glücklich vereint – dieses Gefühl soll eine Kampagne vermitteln, die Botschafter Cuntz am Taksim-Platz in der Stadtmitte der türkischen Metropole Istanbul vorstellt. „Biz birlikteyiz“ (Wir gehören zusammen) lautet das Motto von sechs Fernsehspots, die von der deutschen Botschaft produziert worden sind, um die engen Bande zwischen beiden Ländern zu demonstrieren.
Drei Monate lang sollen die Spots in türkischen Fernsehkanälen vor den allabendlichen Hauptnachrichtensendungen gezeigt werden, am liebsten täglich, wünschen sich die Deutschen. Cuntz selbst und Prominente wie der Fußballtrainer Thomas Doll oder die in Deutschland geborene und in der Türkei sehr populäre Schauspielerin Nur Asyan sagen in den Zehn-Sekunden-Filmchen den Satz vom Zusammengehören. Das soll den Türken bewusst machen, „dass wir so eng verbunden sind“, sagt Cuntz – Wirtschaft, Kultur, viereinhalb Millionen deutsche Urlauber in der Türkei, drei Millionen Türkischstämmige in Deutschland.[...]
Die Tuerkei gehoert zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschland's. Daher stecken wohl eher wirtschaftliche Interessen hinter dieser Kampagne. Die EU-Euphorie ist in der Tuerkei verflogen, u.a. auch, da einige Laender -  besonders Deutschland und Frankreich - die Tuerkei immer noch als Kandidat zweiter Klasse behandeln und mit kreativen Mogelpackungen - wie die priviligierte Partnerschaft - meinen, eine alternative zu der Vollmitgliedschaft bieten zu koennen. Das wird zurecht als Beleidigung empfunden, da man die Tuerkei nicht als vollwertigen Partner ansieht, sondern behandelt wie eine Bananenrepublik.

Die Tuerkei wird auch bei der Visumspflicht und der doppelten Staatsbuergerschaft diskriminiert.
[...]Viele Türken fragen sich ohnehin, wie weit das Zusammengehörigkeitsgefühl bei den Deutschen wirklich geht. Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Partei sind schließlich gegen die Aufnahme der Türkei in die EU. Eine noch größere Rolle als das Thema EU spielen für türkische Normalbürger die Probleme bei der Visumsvergabe, was auch Cuntz bei vielen seiner Gespräche erlebt. Mit Dutzenden Ländern von Syrien bis Russland hat die Türkei inzwischen Abkommen für den visumsfreien Reiseverkehr abgeschlossen – doch in die EU-Länder kommen die Türken nach wie vor nur mit Visum.[...]
Dass nur der Ruf Deutschlands aufpoliert werden soll ohne viel Substanz dahinter, wie man es auch bei dem Besuch der Bundeskanzlerin in der Tuerkei gesehen hat, ist leider die traurige Wahrheit bei dieser Kampagne. Besonders von den Unionpolitikern wird auf Kosten der Tuerkei/den Tuerken immer noch Politik in Deutschland gemacht.

Solange mit der Tuerkei nicht fair umgegangen wird, ist diese Kampagne nur reine Augenwischerei. Die Union muss auch aufhoeren, innenpolitisch auf Kosten der Tuerkei bei Wahlen Stimmung zu machen und die Tuerkei und die Tuerken allgemein als Bedrohung darzustellen. Ich glaube nicht, dass sich die Menschen in der Tuerkei durch so eine Show veraeppeln lassen werden. Dazu sind sie zu sehr durch  familiaere Kontakte und durch die Medien mit den Geschehnissen in Deutschland vertraut. Ausserdem waere so eine Kampagne eher in Deutschland angebracht. 

Friday, 2 July 2010

Du kommst hier nicht rein

«Du kommst hier nicht rein» - Der wohl meist gesagte Satz an Hamburger Diskothekentüren will künftig gut begründet sein. Die Arbeitsstelle Vielfalt der Hamburger Justizbehörde und der Gaststättenverband Dehoga haben am Freitag Plakate mit Leitlinien gegen Diskriminierung an der Clubtür vorgestellt. Türsteher dürfen danach Tanzwillige nicht aufgrund ihrer Herkunft, Ethnie, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, ihres Geschlechts, einer Behinderung oder aufgrund des Alters oder der sexuellen Identität am Zutritt hindern. Dies gilt jedoch nicht, wenn Gäste Waffen oder Drogen bei sich haben oder Sicherheitsgründe dagegen sprechen. Die Leitlinien sollen nun in den Clubs gut sichtbar aufgehängt werden. Quelle
Die gaengiste Ausrede, um 'ungewollten' Gaesten den Eintritt zu verweigern war, und ist immer noch, die angebliche Club-Karte, die man trotz Beantragung nicht bekommt. Das folgenden Video spiegelt die Realitaet der Ausgrenzung von 'deutschen' Jugendlichen im gesamten Bundesgebiet wider:

Monday, 28 June 2010

Intelligenz-Test fuer Zuwanderer

Es ist relativ normal in Laendern wie Kanada, Australien etc., dass man die wirtschafliche und die humanitaere Zuwanderung (z.B. Asyl, Familienzusammenfuehrung) trennt. Es muessen Kriterien erfuellt werden, damit eingewandert werden darf. Diese Kriterien beziehen sich bei der wirtschaftlichen Zuwanderung eher auf die berufliche Qualifikation, als auf den Intelligenzquotienten (IQ) des Bewerbers. Nun fordern Politiker aus der Union einen IQ-Test bei Zuwanderern. Der Spiegel berichtet:
Provokanter Vorschlag aus der Union: Politiker von CDU und CSU verlangen eine neue Einwanderungspolitik, bei der Ausländer sich einem Intelligenztest unterziehen müssen. Humane Gründe dürften nicht länger das einzige Kriterium für Zuwanderung sein.[...]
Wenn man auf die Zuwanderung in Deutschland in den 60-70ern zurueckblickt, dann war IQ nicht das ausschlaggebende Kriterium. Man hat lediglich 'einfache' Arbeiter gebraucht, die gut anpacken koennen. Die wirtschafltiche Lage und die Bevoelkerungsentwicklung muessen demnach bei der Einwanderungspolitik auch in Betracht gezogen werden. Zudem wandern immer weniger Menschen nach Deutschland ein und immer mehr wandern aus. Qualifizierte Einwanderung in Deutschland wird gebraucht, aber man wird mit solchen dummen Forderungen die Menschen, die einwandern wollen und die man braucht eher abschrecken.

Deutschland steht auch nicht alleine da. Auch andere Laender buhlen um die Einwanderer und im Vergleich sind diese Laender viel attraktiver fuer Einwanderer als Deutschland. So ein Test wird genauso scheitern wie die Initiative mit der 'Green Card', die dann mit Parolen wie "Kinder statt Inder" zunichte gemacht wurden.

Wieviel % der Einheimischen muesste man zum Auswandern noetigen, wenn der IQ-Test auch bei ihnen Pflicht waere? Bei den PImaten waere es sogar einfacher. Die braeuchte man nur zu ihren Artgenossen in den Zoo zu stecken. :)

Saturday, 26 June 2010

Gewissenslose Manipulation der KFN-Studie

Ingrid Thurner von Die Presse beschaeftigt sich mit der Studie des KFN und die Manipulation der Zahlen durch die Medien. Hier sind einige Auszuege:
Anscheinend sind gegenwärtig in der deutschsprachigen Zeitungslandschaft Islam und Muslime das liebste Feindbild. Es geistert eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen durch Blätter und Webseiten, die die Gewaltbereitschaft junger Muslime belegen will. Damit wird Stimmung gemacht, und wieder einmal ist es antimuslimische Stimmung.

Wenn man jedoch den Forschungsbericht Nr. 107 „Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt“ genauer betrachtet, wird klar, wie schamlos in Zeitungsberichten mit dem Zahlenmaterial der Studie umgegangen wird.[...]

Dann erhält man folgende Gewalttäterraten nach Herkunft, wobei sich die Zahlen nur auf Männer beziehen (der weibliche Anteil am Verbrechen ist laut dieser Studie selten auch nur halb so hoch):

Südamerika 36,7%
Südeuropa 30,1%
Italien 28,5%
Ex-SU 28%
Muslime aus der Türkei 26,5%
Osteuropa 23,9%
Polen 23,5%
Muslime aus Arabien/Nordafrika 21,5%
Deutschland 17,6%

[...]

Nach Einbeziehung all dieser Faktoren stellt der Forschungsbericht fest, dass kein signifikanter Unterschied im Gewaltpotenzial von deutschen Jugendlichen und jenen mit Migrationshintergrund besteht.[...]
Siehe auch folgende Artikel zum gleichen Thema:


Friday, 25 June 2010

Integration, die Tore schiesst

Im Fußball lohnt sich Leistung – ein Vorteil für Migranten. Ungekuerzter Artikel von Bernd Ulrich aus Die Zeit:
Über den mangelnden Integrationswillen der Einwanderer sowie ihren fehlenden Ehrgeiz wird in Deutschland immer viel geklagt. Bestimmt zu Recht, vielleicht zu oft.
Derzeit beschäftigt sich die Nation so sehr mit jungen Einwanderern wie selten zuvor. Sie heißen Sami, Mesut, Miroslav, Marco oder Mario. Legen wir uns diesbezüglich eine ganz einfache Frage vor: Warum hat die Hälfte (11 von 23) der deutschen WM-Kicker nichtdeutsche Wurzeln, obwohl der Anteil der Migranten unter den 20- bis 25-Jährigen in der Bevölkerung nur etwa ein Drittel beträgt (genauer: 1,125 Millionen auf 3,754 Millionen Nur-Deutsche)?

Thursday, 24 June 2010

PI in der WM-Zwickmuehle

Bei dem braunen Auffangbecken PI-News herrscht Totenstille. Sie befinden sich in einem Konflikt, denn sie wissen nicht, wie sie mit dem Sieg Deutschlands ueber Ghana umgehen sollen, denn das entscheidende Tor wurde durch den (tor)gefaehrlichen Musel Mesut Oezil geschossen, der ja bekanntlich vor dem Spiel zu Allah betet, anstatt die deutsche Nationalhymne mitzusingen.

Deutsche mit tuerkischen Migrationshintergrund sind normalerweise die Lieblingsgruppe, ueber die die PImaten berichten hetzen. Fuer sie sind das grundsaetzlich Drogendealer, Messerstecher, Sozialhilfeabkassierer und potentielle Terroristen, die auch mal die eigene Frau zuechtigen, wenn sie nicht gehorcht.

Im tiefsten Inneren des PImaten sind sie aber bestimmt stolz auf die Nationalmannschaft und das Weiterkommen in das Achtelfinale, nur koennen sie es natuerlich als echter PImat in der Oeffentlichkeit nicht zeigen. Sie sind in einer Zwickmuehle.

Ich kann es mir geistig gut ausmalen, wie sie in ihren Keller gehen, und in dem mit Deutschlandfahnen geschmueckten, schalldichten Raum nach dem Mitsingen der ersten Strophe des Deutschlandliedes ihre Vuvuzela troeten, und die eine oder andere Freudentraene vergiessen. Das rechte Herz kann man nicht so einfach herausreissen und es schlaegt laut und deutlich.  :)

Es ist nicht so, dass PI-News dass Fussballspiel und Mesut Oezil ganz ignoriert. Aber, anstatt den Sieg der deutschen Mannschaft auf ihrer Hetzseite zu feiern, berichten sie ueber die Freundin von Mesut Oezil, die lt. Bild-Zeitung zum Islam uebergetreten sein soll. Die abfaelligen Bemerkungen darueber im Kommentarbereich sind gewohnt dumm und erbaermlich. Hier einige Beispiele:
#7 FluxKompensator (24. Jun 2010 09:52)
Als nächsten “Liebesbeweis” zieht sie demnächst ein Kopftuch an.

#8 Kaspar Hauser (24. Jun 2010 09:52)
Also wenn die junge Dame sich nun beschneiden lässt, habe ich Achtung vor ihr. Die Klitoris kann sie sich ja dann gemeinsam mit ihrem Freund im Glas ansehen, mit Spiritus, Alkohol geht ja nicht mehr. Das erste Kopftuch kaufe ich der Frau. In diesem Sinne

#18 Konstantin Opel (24. Jun 2010 09:56)
… daran merkt man doch ganz genau, dass unser Vorzeigetürke so richtig bei uns angekommen ist; die Frau muss gehorchen, einen neuen Glauben und einen neuen Namen annehmen! Der weiß, wie die perfekte Integration auszusehen hat!

#24 National-Liberaler-Patriot (24. Jun 2010 09:58)
Sollte Mesut nicht mit seiner Cousine zwangsverheiratet werden ?
Wenn ja, und die Familie schon auf sowas besteht, wie verhält sich das Jetzt mit der christlichen Verwandschaft ? Ist Mesut & Familie in der Türkei unten durch ?

#26 JacquesDeMolay II. (24. Jun 2010 09:59)
Hübsch? Ich dachte erst das wäre Loriell London alias Lorenzo. Burka drüber – schnell!

#104 Eisenhower (24. Jun 2010 10:58)
Hab mir eben mal den Turnierplan angesehen. Einen Sieg gegen England vorausgesetzt, dürfte unsere Multikulti-Mohammedander-Truppe im Viertelfinale höchstwahrscheinlich auf die erzkatholischen Argentinier treffen. Ich stehe zwar nicht so auf Maradonna, der ja bekanntlich ein Duzfreund von Fidel Castro ist, aber in diesem besonderen Fall würde ich mal ein Auge zudrücken und auf die Argentinier hoffen.

Tuesday, 22 June 2010

UN-Bericht kritisiert Diskriminierung in Deutschland

Deutschlands Politik gegen Diskriminierung lasse viele Formen des Rassismus außer acht, kritisiert ein neuer Bericht des UN-Sonderberichterstatters. Hier sind einige Auszuege aus dem Artikel erschienen in der TAZ:
Der Rassismusbegriff, den Bund, Länder und Kommunen in Deutschland ihrem Handeln zugrunde legen, ist zu eng auf rechtsextremistische oder neonazistische Gewalttaten begrenzt. Viele andere Formen und Opfer von Rassismus bleiben daher unberücksichtigt. Das sagt der "UNO-Sonderberichterstatter über Rassismus, rassische Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundene Intoleranz", Githu Muigai, in einem Bericht zur Lage in Deutschland, der am Mittwoch im UNO-Menschenrechtsrat in Genf diskutiert wurde.[...]
Der UNO-Sonderberichterstatter betont in seinem Bericht, dass Angehörige von Minderheiten in Deutschland in vielen Lebensbereichen rassistische Diskriminierung erfahren. Anstrengungen gegen Rassismus verlangten daher "umfassende Strategien".[...]
Rassismus, sagt Rudolf, gebe es "auch in der Mitte der Gesellschaft". Er zeichne sich "dadurch aus, dass Menschen pauschal bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden". Rudolf erinnert daran, dass diese enge Sicht in den letzten zwei Jahren bereits von der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz sowie vom UN-Ausschuss gegen Rassismus kritisiert worden ist.[...]
Muigais Bericht enthält eine Reihe konkreter Empfehlungen, um rassistischer Diskriminierung im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt und im Wohnungssektor entgegenzuwirken. Unter anderem empfiehlt er die Streichung einer Klausel im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, welche bislang rassistische Diskriminierung Wohnungssuchender mit Migrationshintergrund ermöglicht.[...]
Der vollstaendige Artikel ist hier verfuegbar.

Monday, 21 June 2010

Ein neues Sternchen am islamkritischen Himmel?

Seitdem Necla Kelek aus den Mainstream Medien aussortiert wurde, ist eine Leere entstanden, die Andere gerne versuchen auszufuellen. Sema Meray, eine 1965 in der Tuerkei geborene deutsch-tuerkische Fernseh- und Theaterschauspielerin (Tante Hatice aus der Lindenstrasse) und CDU Kommunalpolitikerin ist so eine Person. Ob sie allerdings an das gescheiterte Modell Kelek herankommt, das koennt ihre gerne selber beurteilen. Die Welt veroeffentlichte heute ihren Artikel Falsche Toleranz löst Probleme der Integration nicht:
[...]Solange wir an unserem unzeitgemäßen „Gutmenschentum“ festhalten und damit die Konfrontation scheuen, unsere Gesellschaftsprobleme anzugehen, so lange wird es kein Miteinander, vor allem nicht ein Miteinander der Kulturen geben.[...]
Man bedenke, dass Woerter wie 'Gutmensch' Standardfloskeln sind, um die differenzierten und sachlichen Kritiker zu denunzieren. Frau Meray schafft schon am Anfang ihres Artikels Tatsachen und versucht unter den etablierten Islamkritikern Fuss zu fassen.
[...]Unter dem Deckmantel der Integration wagen die Vertreter der größten Minderheit der deutschen Gesellschaft, die türkischstämmigen Muslime, den Angriff. Natürlich wird kein Politiker, der darauf bedacht ist, weiter in seinem Amt zu bleiben, öffentlich etwas gegen das Vorpreschen der Verbände und Wortführer der muslimischen Mitbürger sagen. [...]
[...]Am Beispiel von Thilo Sarrazin, der ungeniert das sagte, was viele Deutsche denken, konnte man die Massenschelte der „Ausländerfreunde“ miterleben. Wohingegen im umgekehrten Fall eine türkischstämmige, ins Ministeramt berufene Frau, noch vor ihrer offiziellen Vereidigung, die sie in den Dienst des deutschen Staates stellen sollte, frisch und frei das sagt, was viele integrationsunwillige Türken denken. Als hätten wir sonst nichts zu lösen, sollten erst einmal zum Zwecke der Gleichstellung der Religionen die Kruzifixe in den Schulen verschwinden. So ein Blödsinn![...]
Denken integrationswillige Tuerken, dass man eine Religion der anderen vorziehen sollte? Die niedersaechsische Ministerin Oezkan hat nichts anderes gesagt als das Bundesverfassungsgericht. Zudem hatte Frau Oezkan saemtliche religioese Symbole in der Schule abgelehnt, nicht nur Kruzifixe. Die Schauspielerin Sema Meray scheint nur ihren Text herunterzulesen, ohne nachzudenken.

Thursday, 17 June 2010

Weniger Tuerken werden Deutsche

Immer weniger Türken werden deutsche Staatsbürger, obwohl insgesamt immer mehr Einwanderer in Bayern einen deutschen Pass beantragen. Infranken schreibt:
Im vergangenen Jahr wurden nur noch rund 2000 Türken eingebürgert, 2006 waren es noch 3850. Ein Grund könnte der mehrfache Aufruf des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan an seine Landsleute im Ausland sein, sich nicht zu assimilieren, vermutete Innenminister Joachim Hermann (CSU) am Dienstag in München. [...]
Herr Herrman macht es sich zu einfach, Erdogan's Rede dafuer verantwortlich zu machen, dass sich immer weniger Tuerken einbuergern lassen wollen. Ich bin eher der Meinung, dass die aktuellen islamfeindlichen Debatten, die Aufgabe der tuerkischen Staatsbuergerschaft. sowie die leidige EU-Beitrittsdebatte der Tuerkei eine groessere Rolle spielen, als Erdogan's Rede.

Was hat die Annahme der deutschen Staatsbuergerschaft mit Assimiliation zu tun? Ich bezweifele, dass ein Mesut Ozil oder Cacau ihre Herkunft, Mentalitaet, Kultur etc. total aufgegeben haben, nachdem sie Deutsche geworden sind. Die meisten Tuerken die ich kenne haben nach wie vor eine 'tuerkische' Seite, obwohl sie einen deutschen Pass haben. Und das ist auch gut so. Ich sehe darin keinen Widersrpuch. Soweit ich mich erinnern kann, hatte Erdogan gesagt, dass sich die Tuerken intergrieren, aber nicht assimilieren sollen. Was ist fuer Joachim Hermann ein Deutscher? Ein Mensch, der seine Religion und Herkunft ablegt, und zum Christentum uebertritt?
[...] Die Trennung vom türkischen Pass, falle "doch dem Einen oder Anderen eher schwer". Doppelte Staatsbürgerschaft sei hier aber weiterhin kein Thema.[...]
Wenn Herr Hermann davon spricht, dass die doppelte Staatsbuergerschaft kein Thema ist, dann meint er damit, dass es fuer die tuerkischen Staatsbuerger nicht in Frage kommt. Fuer andere Staatsangehoerige sind mehrere Paesse kein Problem: z.B. Kevin Kuranyi (3 Paesse: Deutsch, Brasilien, Panama) oder Michel Friedman (2 Paesse: Deutsch, Franzoesisch).

Vielleicht sind Heucheleien und Doppelmoral wie diese auch mit ein Grund dafuer, warum mehr und mehr Tuerken sich gegen den deutschen Pass entscheiden.

Wednesday, 16 June 2010

Wie misst man die Religioesitaet eines Menschen?

Die Regierungskoalition streitet über Gesundheitsreform und Steuerpolitik. Doch auch in der Zuwanderungs-Debatte gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien. Unter Leitung des Kriminologen Christian Pfeiffer legte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) jüngst eine Studie vor, die sich unter anderem mit der Gewaltbereitschaft jugendlicher Muslime beschäftigt. Der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, ärgert sich nicht nur über die vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegebene Erhebung. Er kritisiert auch die Entscheidung von Innenminister Thomas De Mazière das Papier in der Islamkonferenz debattieren zu wollen.
bitte weiterlesen in der Frankfurter Rundschau

Necla Kelek ist nicht mehr Teilnehmerin der Islamkonferenz, jedoch steht sie dem Innenminister Thomas de Maziere weiterhin als Beraterin zur Seite. Mich wuerde es nicht wundern, wenn die streitsuechtige Frau Doktor den Innenminister dazu 'gedraengt' haette, diese zweifelhafte Studie in der Islamkonferenz zu debattieren (siehe hier).

Monday, 14 June 2010

Pfeiffer's Studie ueberrascht Kelek nicht

Necla Kelek (rechts) ist nicht ueberrascht ueber die neueste Studie des KFN, die sich mit der Gewaltbereitschaft der Muslime mit zunehmender Religioesitaet befasst hatte. Durch den Bericht des Kriminologen Christian Pfeiffer (links) hofft die streitsuechtige Frau Doktor auf einen Comeback, seitdem sie aus den Mainstream-Medien aussortiert wurde.

Ich muss gestehen, dass ich nicht sonderlich darueber ueberrascht bin, zu diesem Thema von Necla Kelek zu hoeren.  So eine Gelegenheit laesst sie sich nicht entgehen. Sie schreibt:
[...]Im Februar dieses Jahres, nach einem Gespräch über die Islamkonferenz mit dem Innenminister Lothar de Maizière (Anm. v. Dybth: Frau Kelek, der erste demokratisch gewaehlte und zugleich letzte Ministerpraesident der DDR heisst Lothar. Der jetzige Innenminister heisst Thomas!!), traf ich im Foyer des Ministeriums Christian Pfeiffer, den Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Er sagte, wir müssten unbedingt miteinander reden, später. „Das wird Sie interessieren“, meinte er noch und klopfte auf seine Aktentasche. Aber Christian Pfeiffer rief nicht an. [...]
Und Necla weiss heute, warum Christian sie haengen gelassen hat:
Und erst jetzt, da die Fußball-WM, die Präsidentschaftsdebatte und die Sparpläne der Regierung alle Aufmerksamkeit zu absorbieren scheinen, wird der brisante Inhalt der Pfeifferschen Aktentasche öffentlich. Liest man diesen gemeinsamen Forschungsbericht des Innenministeriums und des KFN über „Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt“, ist unschwer zu erkennen, warum. Die Eröffnung der zweiten Islamkonferenz im Mai wäre wohl, hätten alle Teilnehmer die Ergebnisse gekannt, nicht so moderat über die Bühne gegangen.[...]
So 'brisant' ist der Inhalt, dass man extra auf die Fussball-WM gewartet hat, um es zu veroeffentlichen. Man hat zudem auf den Ruecktritt von Herr Koehler gesetzt, damit die 'brisanten' Ergebnisse des Herrn Pfeiffer in Deutschland keinen Buergerkrieg ausloesen. Frau Kelek, merken Sie wie laecherlich das klingt? Mit dem Ego eines geilen Aufmerksamkeitsjunkie's scheinen Sie nicht mehr zu merken, wie realitaetsfremd Sie inzwischen geworden sind.

Den Rest des Artikels koennt ihr euch in der FAZ durchlesen. Was anfaengt wie ein spannender Thriller, wo der Undercover-Agent Pfeiffer der ehrlichen Journalistin Kelek Geheimdokumente uebergeben moechte, die so brisant sind, dass es den Untergang des Islams ausloesen koennte, artet in einer typisch kelekischen, undifferenzierten, engstirnigen Analyse des Thema's aus.

Einen guten Bericht gegen die Studie des KFN kann man im Bildblog lesen. Ich hatte mich auch schon damit hier befasst.

Saturday, 12 June 2010

Belegt dieses Beispiel Sarrazin's These?

Hatte Sarrazin evtl. Recht, dass Einwanderung die Deutschen duemmer macht? 



Ich kann mir kaum vorstellen, dass der junge Mann Kontakt zu Migranten hatte. Dann muessen es wohl die einheimischen Germanen sein, die Deutschland duemmer machen. Oder liegt es evtl. an den Genen? :)

Thursday, 10 June 2010

Sarrazin verbloedet Deutschland

Einwanderer aus der Tuerkei, Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten machen nach Meinung von Thilo Sarrazin Deutschland duemmer. Die Welt schreibt:
[...] Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“, sagte Sarrazin. Zuwanderer „aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika“ wiesen weniger Bildung auf als Migranten aus anderen Ländern, dozierte der Bundesbank-Vorstand aus Berlin und bemühte dazu umfangreiche Zahlen.[...]
...to be continued
In einem Forum fuer Genealogy liest man in dem Kommentarbereich ueber den Ursprung des Namens Sarrazin folgendes:
Lt. einem Bericht des Magazins "Stern" (15. 10. 2009) stammt [...] Thilo Sarrazin aus einer sabäischen Familien, die über Nordafrika und Spanien nach Frankreich gelangte und sich dort mit Hugenotten "vermischte". Daher dürfte die Namensbedeutung im Französischen zu finden sein:  Franz. sarrazin / sarrasin = 1. eine Person, die zur muslimischen Bevölkerung des Mittelalters gehörte.[...]

Zurueck zum Die Welt Artikel von oben. Sarrazin behauptet weiter:
..continued
[...]Einwanderer bekämen auch mehr Kinder als Deutsche. Es gebe „eine unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz“, sagte Sarrazin. Intelligenz werde von Eltern an Kinder weitergegeben, der Erbanteil liege bei fast 80 Prozent. [...]
Passt! Das erklaert natuerlich den geistigen Diarrhoe, den Herr Sarazzin staendig von sich gibt :)

Wednesday, 9 June 2010

Lamya Kaddor gruendet neuen Islam-Veband

Eine grosse Anzahl von Muslimen in Deutschland fuehlt sich durch die Islamkonferenz nicht adaequat vertreten. Auf der einen Seite gibt es die konservativen Verbaende, die ca. 20 % der Muslime in Deutschland vertreten, auf der anderen Seite die selbsternannten 'liberalen', saekulaeren 'Muslime' wie Necla Kelek, die einen Islam vertreten, der lt. Meinung ihrer Kritiker nicht mehr viel mit dem Islam zu tun hat. 

Es war schon seit langem im Gespraech, dass die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor (Autorin des Buches Muslimisch, weiblich, deutsch) einen eigenen islamischen Verein gruenden wird, der sich sowohl von den konservativen Verbaenden, als auch von den selbsernannten 'liberalen Muslimen' wie Necla Kelek abgrenzt. Dies ist nun mit dem Liberal-Islamischer Bund (LIB) geschehen. In der Pressemitteiliung heisst es: